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Eigenblutverfahren

1. Die Geschichte der Eigenbluttherapie

Im alten chinesischen Reich galt das Blut als Symbol des Lebens, es war der Inbegriff von Lebenskraft. Bereits im 3. vorchristlichen Jahrhundert finden wir in einem chinesischen Arzneibuch die ersten Hinweise über die Anwendung von Tier- und Menschenblut bei den unterschiedlichsten Erkrankungen. Bemerkenswert ist eine besondere, von den chinesischen Ärzten wohl durchdachte Form der Blutbehandlung, die an die heutige Form der Umstimmungstherapie erinnert.

Den Durchbruch in der Medizin hat die Eigenblut-Therapie dann 1905 dem berühmten Chirurgen August Bier zu verdanken, dem Inhaber des chirurgischen Lehrstuhls an der Charité in Berlin. Er injizierte bei schlecht heilenden Knochenbrüchen Eigenblut zwischen die Frakturenden und erkannte, dass die Fraktur weitaus schneller heilte.

Im Laufe unseres Jahrhunderts fand dann das Eigenblutverfahren eine zunehmende Verbreitung, die erst mit dem Aufkommen des Penizillins und der anderen Antibiotika einen jähen Abriss erlebte. Von daher kann man in einer ersten Annäherung sagen, dass die Hauptindikation der Eigenblut-Therapie in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts die Krankheiten waren, für die heute von der konventionellen Medizin Antibiotika verwendet werden.

2. Anwendungsgebiete (Indikationen)

  • Allergien
  • Akute und chronische Infektionen
  • Immunstimulation bei Abwehrschwäche
  • Rekonvaleszenzförderung
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Chronische Erkrankungen (z.B. Atemwege, Harntrakt)
  • Hauterkrankungen
  • Vermindertes Allgemeinbefinden, physisch und psychisch
  • Depressive Zustände, insbesondere während des Klimakteriums
  • Schlafstörungen
  • Reduzierter Appetit
  • Nebenwirkungsreduzierung stark wirksamer Medikamente

3. Wie funktioniert die Eigenblutbehandlung ?

Dem Patienten wird eine kleine Menge Blut aus der Armvene entnommen, mit einer individuellen, auf den Patienten und seine Erkrankung zugeschnittenen homöopathischen Arznei vermischt und anschließend in den Gesäßmuskel injiziert.

Der Körper antwortet auf diesen Reiz mit einer örtlich begrenzten sterilen Entzündung. Die hierbei beteiligten Zellen verlassen aber sofort den Entzündungsort, um andere Zellen im gesamten Körper zu informieren. So wird also mit sehr geringem Reiz eine große Wirkung erzielt: die gesamte Abwehr wird mobilisiert!

Bei korrekter Durchführung der Eigenblut-Therapie ergeben sich keine Risiken oder Nebenwirkungen.

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