Infektanfälligkeit
Unser Immunsystem - der Lymphapparat hat die Größe der Leber. Viele verschiedene Zellen bilden die körpereigene Abwehr. Fresszellen (Makrophagen) greifen feindliche Eindringlinge als erste an und fressen Viren, Bakterien und alles, was ihnen fremd erscheint, auf. T- Zellen (Thymus abhängige Zellen) sind in der Lage Viren und Bakterien zu erkennen. Der einmal gespeicherte Steckbrief von Krankheitserregern wird nie gelöscht. Die B- Zellen produzieren massenhaft Antikörper, mit denen eingedrungene Erreger markiert und unschädlich gemacht werden. Das alles passiert normalerweise vollautomatisch - und oft ohne, daß wir etwas davon merken.
Bei infektanfälligen Menschen leistet die körpereigene Abwehr deutlich weniger Widerstand. Beim Eindringen von Krankheitserregern kapitulieren die Abwehrzellen schnell vor der feindlichen Übermacht. So kommt es immer wieder zu Infektionen, die das Immunsystem immer weiter schwächen.
Die akute Krankheit kann den Gesündesten befallen, wenn er gerade disponiert ist. Den konstitutionell Schwachen muss die chronische Krankheit früher oder später befallen, wenn man nicht in der Lage ist, seine konstitutionelle Anlage zu beeinflussen und die die Krankheit auslösenden Faktoren fernzuhalten.
Eine gezielte Stärkung der Immunabwehr ist hier besonders wichtig. Typische Immun- Feinde sind: Zu wenig Schlaf, zuviel Stress, zu wenig Bewegung. Aber auch ein Zuviel an Genussmitteln (Alkohol, Kaffee, Nikotin) oder der direkte Kontakt mit Umweltschadstoffen (Industrie- und Autoabgase, chemische Lösungsmittel usw.) können deutlich Abwehrschwächende Folgen haben.
